Wer sich beruflich und privat wohl und gesund fühlen möchte, sollte darauf achten, sich ganzheitlich in Balance zu halten. Coaching, Psychotherapie... Yin Yoga... drei Wege für Balance. Körper, Seele und Geist mögen im harmonischen Gleichgewicht zueinander stehen. Um Erfolg und Zufriedenheit zu bewahren oder wieder zu finden.
Wer sich beruflich und privat wohl und gesund fühlen möchte, sollte darauf achten,sich ganzheitlich in Balance zu halten. Coaching, Psychotherapie... Yin Yoga... drei Wege für Balance. Körper, Seele und Geistmögen im harmonischen Gleichgewicht zueinander stehen.Um Erfolg und Zufriedenheit zu bewahren oder wieder zu finden.

Jugendliche: Schüler + Studenten

Hintergründe -

Expertenwissen zu Coaching

In dieser Rubrik erfahren Sie Wissen, Stellungnahmen und Praxis-Erfahrungen von inter-/ national praktizierenden Coaching-Experten.

 

Zudem sind Beiträge aus meiner eigenen Psychologischen Praxis als Diplom-Psychologe und Coach eingefügt: Erfahrungen aus meiner beratenden Praxis im Coaching seit 1988 bis heute.

 

Wir wünschen Ihnen gute Lektüre. Bitte wählen Sie aus den Themen-Angeboten aus der Übersicht an der Seite.

 

Coaching: Schüler und Studenten in Online-Zeiten

05.07.21

Perspektive "Homeschooling" und "Online-Lernen":

Warum Corona zu Lernverlusten und Familienspannungen führt

 

Eine Studie des Ifo-Instituts zeigt auf, das sich die Lernsituation in Deutschland für die Schüler und deren Familien zuweilen dramatisch verschlechtert hat

 

Während wir in 2021, in der Phase des zweiten Lockdowns, feststellen können, dass die Schulen in Deutschlang (glaubt man einer Erhebung des Ifo-Instituts) sich besser, jedoch nur etwas besser geschlagen haben als in der ersten Phase der Verlegung der Schule nach Hause ins "Homeschooling", so trifft jedoch die Corona-Krise besonders das Segment der SchülerINNen aus nicht akademisch gebildeten Familien besonders hart. Laut Ifo ist davon auszugehen, dass sie offenbar nicht die nötige Förderung beim Lernen zuhause erfahren. Es zeichnet sich heute schon für deren spätere Berufs- und Lebenschancen ab, dass dieser Einschnitt verheerende Auswirkungen haben könnte.

 

Die Ifo-Zahlen machen das Dilemma im zweiten Lockdown deutlich (Stand 4/2021), wenngleich es auch "Licht am Ende des TUnnels" zu geben scheint (siehe "Positiv-Trend):

  • NEGATIV-TREND:
    • Deutsche Schüler haben täglich mehr als drei Stunden weniger gelernt als in früheren Zeiten, also vor Corona. Statt 7,4 Stunden nur noch täglich 4,3 Stunden.
    • Das sind zwar ca. 45 Minuten mehr als im ersten Lockdown, wo noch weniger gelernt wurde. Doch fatal ist dabei: Für Lernen nehmen sich Schüler in D weiger Zeit als für Computerspiele, soziale Netzwerke oder ihr Handy (5,2 Stunden) ! Befragt hat Ifo für diese Studie fast 2.100 Eltern von Schulkindern.
  • POSITIV-TREND:
    • Andererseits hat sich auch etwas hin zum Positiven entwickelt: Mit dem Onlineunterricht sind mittlerweile täglich 26 Prozent erreichbar, was für eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 spricht, denn damals waren es nur 6 Prozent. Zugleich im Aufwärts- Trend: Es können angeblich aktuell fast 40 Prozent der SchülerINNEN maximal 1 mal pro Woche per Online-Videokonferenz die ganze Klasse erleben.

 

 

Wenn wir heute, kurz vor Ende des Schuljahres 2020/21, Bilanz ziehen über die Auswirkungen von Corona auf Lernverhalten und -qualität der Schüler und nicht zuletzt auf die Kommunikation und Atmosphäre in den Familien zu Hause, so stehen Schüler und deren Eltern vor großen Herausforderungen, die mit den Sommerferien vermutlich erst einmal verdrängt werden, um die sonnige Zeit zu nutzen.  Doch spätestens ab erneutem Schulbeginn wird sich das Dilemma durch die "Herausforderung Corona" und mit seinen vermutlich erneuten Auswirkungen auf den Präsenz-Schulbetrieb, mit ganzer Wucht und erneut zeigen.

 

Hinzu kommt, dass das "Lernen zu Hause" in Lockdown 2 zuweilen massive, kommunikatve Auswirkungen hinein in die  Famlien zeigt, sowohl sachlich und emotional. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die Schüler - auch wenn sie bereit sind, etwas mehr lernen als im Vorjahr - den Hauptfokus auf mehr Fernsehen, Online- und Handy-Spiele, soziale und Online-Medien setzen (2020: 4,0 Std., 2021: 5,3 Std.!)

 

Dies dürfte ein Grund für schlechtere Lernqualität und Konzentration aber auch Konflikte innerhalb der Familien, zwischen Eltern und Kindern, sein. Die Mehrheit der Eltern glaubt, laut Ifo-Studie, dass ihr Kind pro Stunde zuhause weniger lernt als in der Schule. 63 Prozent (!) der Eltern von Kindern, die etwas unter dem Klassen- Notenschnitt liegen, sagten, dass ihr Kind zuhause „weniger effektiv lernen kann als in der Schule“.

 

Die Studienleiterin von Ifo stellt die psychischen Veränderungen besonders heraus: „Gravierende Auswirkungen“ und eine „deutliche Verschlechterung“ bei der psychischen Belastung der Schüler als Resultat des Lockdown stellt sie explizit fest. Die Hälfte der Eltern geben laut Ifo in 2021 offenbar an, dass die Schulschließungen eine "psychische Belastung für die Kinder" seien. Fast 90 Prozent (!) der Befragten sagten, dass die Kinder Treffen mit Freunden vermissen.

Hinzu kommt ein fataler Trend hin zu weniger körperlich-mentalem Ausgleich - etwa durch Sport oder Yoga. In Zahlen: etwa ein Drittel der Kinder leidet angeblich unter Bewegungsmangel und habe an Körpergewicht zugenommen,  was das Vermeiden von Bewegung vermutlich noch verschlimmert.  Laut den Angaben der Eltern "werde auch in den Familien mehr gestritten" als zuvor, also vor der Coronakrise.

 

 

 

Die Vorfreude auf Präsenz-Unterricht ist groß. Und im Wahlkampf setzen die Politiker derzeit auf eine "Macher"-Haltung, indem Sie entschlossen von Präsenz nach den Ferien" sprechen und lösungsorientiert-optimistisch im TV auftreten.

Wir wissen jedoch heute noch keinesfalls sicher, ob die liberale Haltung einiger Länder in Europa seit Sommer 2021 (u.a. Europameisterschaft mit Zuschauern in Stadien; Reisen und Veranstaltungen wieder erlaubt) zum  Herbst aufgrund des vermehrten Delta-Virus` die aktuell erzielten Präsenz-Veranstaltungs-Erfolge dann vermutlich doch wieder massiv einschränken wird und somit die aktuelle Tendenz in Richtung Normalität ggf. wieder massiv umgedreht werden wird.

 

Weiteres "HomeSchooling", fehlende bzw. verschlechterte Verbindung zu Schule und Familie / Eltern bringen den Coachh und die Lerntherapeutin bzw. die Nachhilfe ins Spiel. Sie können - Bereitschaft von Schüler und Eltern, sich darauf einzulassen, vorausgesetzt - bei dieser Problematik einen Ausgleich des psycho-sozialen Dilemmas erzielen. 

 

Coaching: Schüler und Studenten in Online-Zeiten

15.07.21

Perspektive "Echokammer Online": Warum die Filterblase Internet die Demokratie gefährdet

Warum das Internet zur Polarisierung von Meinungen bereits in der Schule beiträgt

 

Ich sehe Ingrid Brodnig kürzlich medial. Sie ist ausgewiesene Expertin für u.a. die Thematik "Hass im Netz", für die Frage der stetg zunehmenden Polarisierung unserer Gesellschaft durch Filterung und Polarisierung von Meinungen im Internet.

 

Brodnig, u.a. bekannt für Ihren Einsatz für die "Charta der Grundrechte der EU" bzw. durch Ihr literarisches Werk "Hass im Netz - Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können", bringt das Thema der zunehmenden Verrohung der Kommunikation im Internet wahrlich auf den Punkt. Und ich will mich daher als Coach für Jugendliche deren Thesen annehmen, Ihre Kerngedanken in meinen Worten so zusammen fassen: 

 

Wir sind aufgefordert, Wege aus der Internet-Blase zeitnah zu finden. Denn die Entwicklung ist nicht gut: Denn immer mehr wird das Internet für den einzelnen User aufgrund der Technik und Filterung von Bewertungen von Seiten, die er besucht, zu einer Echokammer. Was ist darunter zu verstehen? Das Internet registriert die Klicks und Likes des Users und sendet dem User auf Basis seines Klick- und Bewertungsverhaltens gezielt und immer mehr Seiten zu, die auf sein Reaktions- und Bewertungsverhalten abgestimmt sind. Diese "Echo-Angebote" sind konsensual zu dem, was der User vorher angeklickt hat. Die "Echos" bestätigen ihn also und das, was er zuvor angeklickt hat. Mit dem Effekt, dass bei einem Besuch von Seiten mit extrem wertenden Haltungen diese - und dies auch ohne Likes, also nur aufgrund des Besuchs und der Registrierung durch "Cookies" oder ähnliche Platzhalter - immer wieder gespiegelt werden und somit das Internet zu einer Art "Echokammer" des Web-Surfers wird.

 

Mit anderen Worten: "Die Vielfalt von Meinungen ist bedroht. Ist das vertretbar? Wohl kaum. Denn eine Demokratie ist mehr als das, was wir selbst hören wollen. Demokratie ist auch die Beschäftigung mit jenen Inhalten, die wir nicht hören wollen, die nicht 1 zu 1 unserer Meinung entsprechen. Und da wir das durch Filter im Internet immer weniger gegensätzliche Thesen und Meinungen angeboten bekommen bzw. lesen, wir immer mehr gesteuert und damit einer polarisierten Haltung zugeführt werden, verlernen wir es, auch das zu  reflektieren bzw. zu diskutieren, was wir nicht hören wollen. Mit verheerenden Folgen. Denn die EInseitigkeit der Informationsaufnahme nimmt uns die Chance, einer zunehmenden Extremisierung von Haltungen entgegenzuwirken.

 

Untersuchungen haben offenbar ergeben, dass "wütende Inhalte" stärker angeklickt werden als non-emotionale bzw. non-aggressive Inhalte. Mit der Folge: Es wird hierdurch "noch mehr Emotionalität und Drama gefördert", sagt Brodnig sinngemäß. Und sie fragt: "Wie kommen wir da raus"? Ihre Antwort lautet: Indem wir selbst gegensteuern. Indem wir einen guten Mix im Web aufsuchen und lesen, also einen Querschnitt im Internet anpeilen und auch mal Dinge "liken", die einem Positionswechsel nahekommen. Und warum sollten wir daas tun? Nun, weil sich dies für eine "gute Debatte" gehöre. Wie mache ich das konkret? Indem ich Dinge auch lese, mit denen ich meine Grundhaltungen konfrontiert sehe, wenn ich diese lese. Warum ist das gut? Weil wir lernpsychologisch - so lautet auch meine tiefe Überzeugung - davon ausgehen können, dass wir "besser gestärkt sind" gegen Wut und Hass, indem wir einen Abgleich mit Meinungen der Gegenseite aufsuchen und herbeiführen".  

 

Zudem braucht es vermutlich zudem Gesetze, die auf die Technik des Filterns einwirken, da vielen Usern diese (Filter-)Technik des Internets unbekannt bzw. unbewusst ist.

 

Was bedeutet dies für Schüler und Studenten?

 

Es ist zu empfehlen, sogar aus dieser Web-Herausforderung ein Schulfach zu machen: Online-Technik und -Umgang.  Brodnig meinte im ZDF am 14.07.21 auf die Frage, ob es für ein Fach in der Schule genügend Substanz gäbe: "Stoff gäbe es genug für ein solches Unterrichtsfach!"

 

Ich stimme Ingrid Brodnig zu und folgere daraus, weiter entwickelnd für die aktuelle Situation in unseren Schulen und Studienorganisationen  bzw. für das individuelle Coaching von Schülern und Studenten: 

  • Es bedarf einer Potenzial-Diagnostik, die die Fähigkeit zum Umgang mit Ambiguität (Mehrdeutigkeit) und Ambiguitätstoleranz fördert bzw. etabliert.
  • Es bedarf einer "Disputation" von Web-Inhalten, die der Schüler oder Student als User verfolgt, mit kritischer und selbstkritischer Analyse seiner Gedanken- und Entscheidungswege im Internet. Um ihm damit die Möglichkeit zu geben, der Filter-Blase (ein Stück weit) durch alternative Haltungen zu entrinnen.
  • Es bedarf einer Stärkung pro-aktiven und ausgewogenen Handelns im Internet, indem Lernende von einer rein konsumierenden Haltung hin zu einem kritisch prüfenden Web-Verhalten animiert werden. Wie? Indem Sie lernen, bewusst dialektisch zu denken und zu handeln. Wie? Indem sie Pro- und Contra-Argumente sammeln und vergleichen, um gestärkt - statt einseitig oder gar abhängig von einer Ausrichtung - aus Web-Besuchen und -Interaktionen heraus zu gehen und somit persönlich zu profitieren.

 

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Jörg M. Scholz

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